Montag sind wir nun in Las Vegas, NV angekommen. Für die nächsten zwei Nächte werden wir hier im Frontier Hotel and Casino übernachten – eines der älteren und somit auch günstigeren Hotels. Wir sind am späten Nachmittag angekommen, um 8pm habe ich dann gleich mal das erste Turnier hier in Vegas gespielt: Binion’s Horseshoe Casino in Downtown Las Vegas, also ein paar Meilen weg vom Strip. Das Casino also in welchem die ersten WSOPs ausgetragen wurden. War natürlich dementsprechend beeindruckend vor der Wand mit den Bildern der WSOP Gewinner ein Turnier zu spielen.
$70 Buy-in ergaben $2’000 in Chips, Rebuy/Add-on innerhalb erster Stunde $ 1’500 in Chips für $40. Blind Level jeweils 20 Minuten, insgesamt 40 Spieler an 10 Tischen.
25/50
50/100
75/150
100/200
100/200 – 25 Ante
200/400 – 25 Ante
300/600 – 50 Ante
400/800 – 75 Ante
600/1200 – 100 Ante
800/1600 – 200 Ante
1000/2000 – 200 Ante
1500/3000 - 300 Ante
Pay-out: Plätze 1 bis 5 (1. Platz $1’350, 5. Platz $140).
Ich hatte das “Glück” zur rechten eines totalen Dummkopfes zu sitzen, der seine ersten 10 Hände allesamt spielte (die meisten davon pre-flop), teils raiste und dabei selten was besseres wie A-3 off-suit zeigte. Erstaunlicherweise gewann er praktisch jeden Pot und wurde so schnell zum Chip Leader am Tisch. Nun wurde erst recht jede Hand pre-flop erhöht, das machte es mir noch schwieriger irgendwas zu reissen, da ich überhaupt keine anständige Starthand erhielt und der Typ eh jeden Raise und jedes All-in callte…
Mit seiner einzigen vernünftigen Start Hand J-J verlor er dann allerdings ca. 2/3 seiner Chips an eine nette, übergewichtige Mexikanerin die K-K hielt und damit all-in ging. Diese junge Dame nahm übrigens praktisch jeden Spieler vom Tisch – und dies obwohl sie total tight/passive spielte und somit eigentlich sehr gut zu lesen war. Allerdings konnte sie sich auch nicht über schlechte Starthände beklagen (2x KK, QQ, ein paar Mal AK…).
Meinen einzigen Pot innerhalb der Rebuy Periode von 1 Stunde gewann ich mit 5-9 off-suit aus dem Big Blind. Der Flop brachte allesamt tiefere Karten, ich checkte und mein einziger Gegner checkte ebenfalls. Auf dem Turn kam dann die 9, welche ich mit 500 anspielte, mein Gegner callte. Der River brachte dann den König, ich spielte wieder mit 700 an und gewann schliesslich den Pot. So war ich nun zwischenzeitlich wieder auf 2’100 Chips. Ein paar Hände später, kurz vor der ersten Pause nach 60’, erhielt ich A-J off-suit - eine meiner bekannten Hass-Hände. Ich raiste damit aus mittlerer Position auf 500 (ca. 3-fachen BB) und erhielt den Spieler auf dem Button als einzigen Caller. Der Flop: J-8-J. Ich checkte, mein Gegner ebenfalls. Der Turn brachte eine 6, worauf ich 600 (ca. halben Potsize) anspielte und mein Gegner all-in ging. Mein Call kam natürlich blitzschnell und er sah, dass er mit A-K geschlagen war. Der River brachte dann noch einen König, war also ziemlich froh dass ich gleich den Drilling gefloppt hatte. ☺ Mein Chipstack war nun ca. 4’200 Chips, die Pause war die letzte Gelegenheit für ein Add-on/Rebuy die ich dann auch nutze. Nun stand ich bei ca. 5’700 Chips.
Mit den Blinds bei 100/200 erhielt ich UTG Pocket Tens. Ich raiste auf 600, worauf Dealer, SB und BB callten. Ein netter Pot also, obwohl ich eigentlich mit weniger Callern gerechnet hatte nachdem ich die erste Stunde sehr tight gespielt hatte. Der Flop war dann allerdings eine Katastrophe für meine Hand: A-K-6. Ich investierte keine weiteren Chips mehr in diese Hand und verlor also so 600 Chips.
Einige Hände später kam es dann noch schlimmer. Ich erhielt As-Ks auf dem Button, ein Spieler zwei Positionen rechts von mir raiste auf 600. Ich entschied mich für einen Re-raise auf 2’000, worauf alle anderen Spieler foldeten und er all-in ging. Ich war mir ziemlich sicher die bessere Hand zu besitzen und callte, er zeigte K-T off-suit. Meine Hand war natürlich klar besser – aber nur vor dem Flop, denn die oberste Karte des Flops war eine T. So velor ich rund 2/3 meiner Chips und war nun wieder auf 1’500 Chips unten. Er meinte zu seiner “Rechtfertigung” nur “it’s my favourite hand”. Toll, das brachte mir meine Chips auch nicht zurück.
Eine nervige Hand gab’s noch als ich suite connectors (Ts-9s) erhielt und mich entschloss diese Hand aus mittlerer Position zu folden. 1) weil ich praktisch keine Chips mehr hatte und doch nicht so eine tolle Start Hand ist und 2) weil der Spieler zwei Positionen links von mir pre-flop raiste was das Zeugs hielt. Der Typ raiste tatsächlich, was mir das Gefühl gab einen guten Lay Down gemacht zu haben. Der Flop war dann T-8-9, Turn T, River T. ☹ Tja, da habe ich doch glatt ein Mal Quads gefoldet! That’s poker…
Ich habe noch den einen oder anderen Pot gestohlen mit pre-flop all-ins als die Blinds noch höher wurden, doch meinen Chips Stack konnte ich damit nicht ausbauen. Es reichte lediglich aus um noch nicht unterzugehen. So ging’s dann zu zehnt an den Final Table wo ich natürlich der Short Stack war mit noch rund 1’000 Chips. Mit Ah-8h ging ich schliesslich pre-flop all-in und wurde von 3 Spielern gecallt. Logisch, denn mein all-in war nicht mal mehr ein richtiger Raise. Auf dem Flop dann das Ass, was mir immerhin Top Pair bescherrte und die leise Hoffnung zu vervierfachen aufkommen liess. Die Hoffnung starb allerdings schnell, als beim Showdown einer meiner Gegner A-Q zeigte.
Das war’s für mich, ingesamt $110 in den Sand gesetzt aber immhin mal im Binion’s Horseshoe am Final Table gesessen, wo übrigens sogar Kameras in den Tischen eingebaut waren. Was bleibt ist die Überzeugung, nicht das letzte Mal dort gesessen zu haben!
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