Thursday, April 5, 2007

...und zum Zweiten!

Nach anfänglichem Zögern entschied ich mich doch noch ein zweites Turnier im Paris zu spielen. Zuerst überlegte ich mir das zweite Turnier des Tages im Aladdin oder im Ceasar’s Palace zu spielen, doch a) waren die Kellnerinnen im Paris einfach zu hübsch und heiss angezogen und b) hoffte ich darauf, im 2. Turnier den einen oder anderen Spieler aus dem 1. Turnier wiederzusehen, zu dem ich ein wenig Informationen bezüglich Spielstyle hatte. Dem war dann leider nicht so, die Kellnerinnen waren aber nach wie vor super hot! ?

In diesem Turnier waren lediglich 25 Spieler am Start, wiederum wurden die Top 3 ausbezahlt (50%, 30%, 20%).

Nun endlich erhielt ich die eine oder andere gute Start Hand, so z.B. K-K in mittlerer Position. Mein Raise auf 3 BB war wohl allen zu viel, erhielt ich doch keinen einzigen Caller und gewann lediglich die Blinds. Naja, lieber einen kleinen Pot gewinnen als einen grossen verlieren. Zuoft musste ich bereits schmerzlich erfahren was geschehen kann, wenn man solche starke Start Hände pre-flop slowplayed.

Einige Zeit später unterlief mir dann der erste von zwei Fehlern in diesem Turnier. Mit Q-Q raiste ich under-the-gun auf 2.5-fachen Big Blind (Customers, please…) , die relativ aggressive Spielerin links vor mir re-raiste sogar. Zu meinem Erstaunen callte ein relativ tighter Spieler vom Cut-off ebenfalls, so sahen 3 Spieler den Flop 4-5-8 – also ein super Flop für mich. Anstatt zu checken setzte ich allerdings 500 (ca. 1/3 des Pots), was beide Spieler zum Folden brachte. Ein Check meinerseits hätte die aggressive Re-Raiserin zu meiner linken bestimmt zu einer weiteren Bet verleitet, die mir extra Chips bescherrt hätte.

Den grössten Pot gewann ich dann am Final Table mit Ah-Jh. Der Flop war 5h-6h-5s. Mit 4 Spielern immer noch im Pot war es sehr wohl profitabel den Nut Flush Draw zu spielen. Der Turn war A-s, was mir zusätzlich Top Pair bescherrte. Wiederum setzten alle und der River war dann ein weiteres Ass, was mir das höchst mögliche Full-House gab. Nach zwei all-ins gewann ich schliesslich die Hand und stand nun bei ca. 8’000 Chips.

Die Blinds gingen weiter hoch, mein Chip Stack ging dank ein paar gestohlenen Pots nur geringfügig zurück. Dann die für mich letzte Hand des Abends, folglich der zweite von zwei Fehlern an diesem Abend. Im Big Blind (1000) hielt ich 7-3 off-suit, nicht gerade die Hammer Start Hand. Alle foldeten zum Chip Leader im SB, welcher nach langem Überlegen callte. Ich überlegte mir einen Raise, checkte dann aber doch nur. Der Flop: 7-3-4 rainbow, ich floppte also two Pair. Der Chip Leader checkte, ich ebenfalls. Auf dem Turn dann die 5, worauf er 2000 setzte. Ich fühlte mich nach wie vor gut mit meinen two Pairs und callte. Auf dem River kam dann eine 2 die dazu führte, dass 4 Karten zum Straight bereits auf dem Board lagen. Der Chip Leader setzte 4000 Chips und mir wurde dabei richtig mulmig. Ich war mir ziemlich sicher, dass er kein Ass hielt, damit hätte er pre-flop wohl erhöht. Doch hielt er eine 6 in seiner Hand? Ein Set hielt ich ebenfalls für unwahrscheinlich, denn auch ein Poket Pair hätte er wohl pre-flop erhöht oder auf dem Flop angespielt. Ich entschied mich trotz eines schlechtes Gefühles im Bauch zu callen. Das Gefühl bewahrheitete sich al ser dann seine zwei Hole Cards aufdeckte: 8-6. Er hatte also bereits auf dem Turn den Straight. Was habe ich mich genervt, dass ich die two Pairs nicht auf dem Flop angespielt hatte! Das geschieht halt wenn man zu gierig wird…

Das war’s dann für mich, mit der nächsten Hand Q-8 off-suit ging ich aus dem Small Blind (500) all-in mit meinen 500 restlichen Chips, es blieb allerdings nur noch der BB im Spiel. Als er seine Poket Kings aufdeckte wusste ich, dass der Abend für mich gelaufen war. Daran änderte auch die Dame auf dem Flop nichts. Ich war also mal wieder der allseits verhasste Bubble Boy.

Nach dieser entscheidenen Hand war ich ziemlich aufgewühlt und überlegte mir mich noch für das 100$ Turnier im Ceasar’s Palace zu registrieren. Ich liess es dann doch, denn ich hatte schon während des 2. Turniers irgendwie das Gefühl nicht “on top of my game” zu sein. Dazu war ich nach diesem Slow-Play Fehler noch mindestens 50% auf Tilt, deshalb entschied ich mich die $100 lieber in San Diego in ein weiteres Turnier zu investieren.

Das war’s also schon mit Vegas, wird übernachten noch hier und fahren dann morgen Mittwoch zurück nach San Diego. Dort werde ich wohl mindestens noch ein Turnier spielen in Barona, einem Indianer Reservoir ca. 20 Meilen ausserhalb der Stadt. Hoffentlich sind dort etwas mehr Spieler am Start als die hier in Vegas scheinbar üblichen 30.

In den nächsten Tagen werden ich dann noch versuchen ein kurzes Resumé über die Hotels und Turniere in Vegas zu schreiben, losgelöst von meinem Abschneiden. ? Hoffe, dass kann irgendjemand von euch mal gebrauchen wenn er auch hier drüben ist.

1 comment:

Unknown said...

You can't start too early protecting a hand like two pairs or tripps!

Haha :) schad heter grad s 6i damn :-S