Gestern Abend gab's wiedermal eine Runde in Olten. Wir starteten ein MTT mit 14 Spielern, d.h. zuerst zwei short-handed Tables und ab 10 Spielern wurde dann an einem Tisch gespielt. Starting Stack 5'000, Blind Levels 25 min., 20/40, 40/80, 60/120, usw. Von der Struktur her wirklich gut, man hat Zeit zu spielen und trotzdem enden die Turniere normalerweise innert nützlicher Zeit.
In den early Stages habe ich relativ loose gespielt was eigentlich recht lief, ich kam mit einem Stack von rund 6'000 an den Final Table. Bis dahin gab's allerdings ein paar Ups and Downs und eigentlich nur eine richtig starke Hand (Queens) zu verzeichnen.
Am Final Table gab's dann einige Spieler die in etwa gleich viele Chips hatten wie ich sowie zwei Big Stacks. Die erste drei würden ausbezahlt werden und mit Blinds bei 120/240 hatte ich noch Zeit meinen Stack aufzubauen.
Long story short: Nach rund 2h waren wir noch zu viert und Bubble Play war angesagt. Mein Stack betrug knapp 10k und ich war somit Short-Stack zusammen mit dem Spieler zu meiner linken. Ein weiterer Spieler hielt rund 15k und dann war da noch der massive Chip Leader mit rund 35k. Die entscheidende Hand war dann wie folgt:
Mit Blinds 250/500 raist der Chip Leader im Cut-off auf 1'500, ich calle vom Button mit 6-6 und auch der SB callt, worüber ich ein bisschen erstaunt war. Der Flop war 10-6-5 und natürlich Bingo für mich, umso mehr als der SB sogleich all-in pushte für rund 8'000 (Pot 5'000)! Der Chip Leader foldete und mit meinem Set gab's natürlich einen "Instant Phil Hellmuth in your face call". Ich war also auf dem besten Weg zum 2nd Chip Leader, der SB hätte nur noch rund 400 Chips gehabt.
Im Show-down zeigt er K-10 und ich mein Set of Sixes. Turn brachte den King, er machte also two Pairs und auf dem River schliesslich nochmals ein King! Mein Full House 6-6-6-K-K verliert gegen seines K-K-K-10-10. Auf dem Flop war ich ein 98% Favorit die Hand zu gewinnen, auf dem Turn immernoch 90% doch er luckte Runner-Runner, ich konnte es fast nicht fassen. Wow!
Habe mir zwar eigentlich vorgenommen nicht mehr Bad Beat Stories zu berichten (nach dem ich Antonio Esfandiari's Buch gelesen habe wurde mir bewusst, wie langweilig diese für nicht Betroffene eigentlich sind, nobody wants to hear them!). Doch angesichts der Tatsache, dass das Wort "Bad Beat" in der Adresse dieses Blogs ja vorkommt, konnte ich es mir nicht verkneifen...
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